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Reisebericht Nizza

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Reisebericht von Nizza, Cannes und Monaco

Dienstag, 16. Mai 2006 - Anreise

Endlich mal ein Urlaub, bei dem wir nicht in aller Hergottsfrühe aufstehen mussten! Um 14:00 Uhr flogen wir mit dem Billigflieger Easyjet in weniger als zwei Stunden von Dortmund nach Nizza.

Mit dem Bus ging es dann weiter zum Hauptbahnhof in Nizza. Dort gleich ein kleines Drama: direkt vor unseren Augen fiel ein größerer Hund mit abgelegtem Maulkorb einen kleineren Hund an und verbiss sich ziemlich fest in ihn - dabei flog eine Frau vom Stuhl, an den einer der Hunde festgemacht war...

Da Ele beim Packen ihren Kulturbeutel vergessen hatte, besorgten wir uns in der Nähe vom Bahnhof erstmal in einem "Schlecker"-Laden (die sehen dort genauso aus wie bei uns) einmal die komplette "Grundausstattung", wie Zahnbürste und -paste, Duschgel, Shampoo... In einem Brillengeschäft gab es dann auch Kontaktlinsenreiniger.

Nach ein paar hundert Metern fanden wir dann auch unser kleines familiengeführtes Hotel Felix (2 Sterne). Wir hatten ein sehr kleines Zimmer, das auch etwas nach Farbe roch - aber bei dem günstigen Preis war es in Ordnung (und auch sauber).

typisches Haus in Nizza
typisches Haus in Nizza

Der Hunger trieb uns dann schon bald wieder Richtung Bahnhof, wo wir ein leckeres chinesisches Fast-Food-Restaurant fanden (die es in Nizza scheinbar an jeder 2. Ecke gibt). Wir hatten Curryhuhn und je drei kleine Frühlingrrollen, die man hier zusammen mit frischer Minze in Salatblätter einrollt. Wirklich sehr lecker! Auf dem Rückweg fanden wir in einer Boulangerie / Pastisserie noch einen "Brownie" mit sehr konzentrierter Schokolade. Wir liefen dann noch ein Stück über die Promenade am Meer und gingen dann müde zurück zum Hotel.

Mittwoch, 17. Mai 2006 - Cannes

Nach einem schlichten Frühstück im Hotel spazierten wir zum Bahnhof, um mit dem Zug nach Cannes zu fahren. Dort fingen gerade die Filmfestspiele an. Wir liefen den ganzen Tag zwischen dem Palais de Festival und den größeren Hotels wie das Carlton, Hilton und Martinez hin und her. "Sehen und gesehen werden" war das Motto: überall liefen Fotografen und Filmteams herum und versuchten genauso wie wir, in der Masse von Leuten Berühmtheiten zu entdecken.

Hunderte von Journalisten bei den Filmfestspielen in Cannes
Hunderte von Journalisten bei den Filmfestspielen in Cannes

Zwischendurch aßen wir super-leckere Baguettes, Fladenbrote, Kuchenstücke und einen riesigen Brownie. Mit der Zeit versammelten sich vor den Hotels und dem Palais de Festival immer mehr Menschen. Heute war hier die Premiere des Films "Sakrileg - The da Vinci Code" mit Tom Hanks und Audrey Tautou und jeder wollte die Stars sehen.

Einige gut gekleidete Frauen hielten Schilder hoch "We need one more invitation", in der Hoffnung, noch eine Einladung zur Premiere abstauben zu können.

Endlich kam eine lange Fahrzeugkolonne aus schwarzen Peugeots und brachte die ersten Stars zum Palais - hunderte von Kameras waren auf sie gerichtet (unsere natürlich auch). Fast zum Schluss, von lautem Kreischen und Jubeln untermalt, kamen dann auch die Stars vom "Da Vinci Code".

Filmfestspiele in Cannes - einige Stars vom Film 'Da Vinci Code'
Filmfestspiele in Cannes - einige Stars vom Film 'Da Vinci Code'

Wie gerne wären wir bei dieser Premiere dabeigewesen! Stattdessen mussten wir zurück nach Nizza - verbotenerweise mit einem TGV-Zug, da kaum noch ein anderer fuhr.

Abends spazierten wir nochmal durch Nizza und suchten in der Altstadt nach einem passenden Platz für Samstag abend, wo wir "Dittsche" alias Olli Dietrich mit seiner Country-Band "Texas Lightning" beim Grand Prix d'Eurovision sehen wollten. Leider gab es nur wenige Kneipen oder Bars mit Fernseher oder gar Großbildleinwand und zudem hatten fast alle unglaubliche Bierpreise.

Auf dem Weg zurück zum Hotel hätte es vor einer Bar fast noch Krawall gegeben - ein betrunkener Schwarzer hatte bereits ein Messer in der Hand. In der Nähe des Hotels gönnten wir uns dann noch ein Pils zum unglaublichen Preis von 6,- EUR für 0,5 Liter. Danach schliefen wir aber auch sehr gut!

Donnerstag, 18. Mai 2006 - Villa Rothschild

Diesmal gut durchgeschlafen wachten wir zufrieden auf, nahmen wieder im Hotel unser einfaches Frühstück: jeder ein Croissant und ein kleines Baguette-Brötchen. Dazu gab's wieder die gleiche Marmelade, Butter, Kaffee/Tee. Aber was soll's...

Nachdem wir uns am Tag zuvor fast einen Sonnenbrand eingefangen hatten, cremten wir uns dieses Mal gut ein und entschieden uns für einen Besuch der Villa & Jardins Ephrussi de Rothschild in Saint Jean Cap Ferrat.

Laut Reiseführer sollte man dort mit der Buslinie 111 hinkommen. Diese haben wir aber nicht finden können. Selbst die Busfahrer konnten uns nicht helfen, so dass wir letztendlich mit dem Zug zum Örtchen Beaulieu sur mer fuhren (ca. 15 Min.) und von dort aus zu Fuß weiterschlenderten.

Schöne Villa in Beaulieu sur mer
Schöne Villa in Beaulieu sur mer

Vorbei am Hafen mit vielen schönen Aussichten und einem kleinen Zwischenstopp an einem Restaurant, wo wir uns eine warme Mahlzeit gönnen wollten. Voller Vorfreude studierten wir die Karte: Ele wollte die Dorade, die gab es aber leider heute nicht. Also nahmen wir beide ein Steak haché. Die Kellnerin meinte, das wäre ein normales Steak. Aber leider handelte es sich dann doch um ein Hacksteak. Lecker war es nun wirklich nicht (gar nicht oder kaum gewürzt) und dazu gab es einen großen Haufen stinknormaler Pommes mit Ketchup oder Mayo.

Etwas verärgert gingen wir weiter und holten uns am nächsten Kiosk ein leckeres belegtes Baguette. Das haben die Franzosen wirklich drauf!

Schließlich kamen wir an der Villa Rothschild an. In diesem Märchenschloss residierte die Baronin Ephrussi und liess sich neun Gärten anlegen, alle mit ganz eigenem Charakter (z.B. Florentinischer-, Französischer-, Steinkunst- oder Rosengarten).

Ein Innenraum der Villa Rothschild
Ein Innenraum der Villa Rothschild

Nach langem Bummeln durch diese wunderschönen Gärten (mit einem Springbrunnen, der zu klassischer Musik "tanzt") fühlten wir uns ziemlich erschöpft, zumal es ziemlich warm war. So faulenzten wir noch auf einigen Bänken im Park.

Da die Bushaltestelle direkt vor der Villa lag, fuhren wir auf diesem Wege zurück nach Nizza, tankten noch in einem der vielen kleinen Cafes einen Cappucino und suchten uns anschließend wieder einen Chinesen: dieses Mal hielten wir uns gar nicht lange mit den Hauptspeisen auf, sondern bestellten ausschliesslich die super-leckeren Frühlingsröllchen mit frischer Minze und Salatblättern. Mit einem Rotwein aus dem Supermarkt liessen wir den Tag langsam ausklingen...

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